Schlechtes Raumklima durch Heizungsluft: Das können Sie tun

In der kalten Jahreszeit darf die Heizung nicht fehlen. Kein Wunder, schließlich will niemand auch noch drinnen frieren. Vielen Menschen ist jedoch nicht bewusst, dass sich die trockene Heizungsluft auch auf die Gesundheit auswirken kann. Erfahren Sie im folgenden Gastartikel von Tanja Schwarz (Firma Heliotherm), warum Heizungsluft schlecht für uns ist und was Sie tun können, um warm und gesund durch den Winter zu kommen.

So wirkt sich Heizungsluft auf die Gesundheit aus

Kopfschmerzen
Zu trockene Luft kann zu Kopfschmerzen führen!

Es braucht eine gewisse Luftfeuchtigkeit im Raum, damit die Schleimhäute nicht ausgetrocknet werden. 40 bis 60 Prozent sind ideal. Leider ist die Luftfeuchtigkeit in beheizten Räumen meist viel niedriger, was für die Atemwege nicht gerade ideal ist, denn sie verlieren an Feuchtigkeit und das öffnet Grippeviren und Infekten die Tür – außerdem bleiben Viren in trockener Luft länger aktiv.

Zudem begünstigt die trockene Luft Nasenbluten, die Augen werden trocken und schmerzen, ebenso wie Mund und Hals. Die Haut wird trocken, neigt zu Reizungen und spannt. Stickige Luft kann außerdem zu Kopfschmerzen und Schwindel führen. Daher sind gerade am Anfang des Winters auch so viele Menschen krank, oder fühlen sich zumindest so.

Ideales Raumklima

Hygrometer
Mit einem Hygrometer können Sie die Leuftfeuchtigkeit im Raum messen!

Eine höhere Luftfeuchtigkeit erleichtert das Atmen. Mit einem Hygrometer, das Sie schon für wenige Euro im Einzelhandel bekommen, können Sie einfach feststellen, ob die Feuchtigkeit in Ihren Zimmern ideal ist, oder ob Sie etwas nachhelfen sollten. Höher als 60 Prozent sollte sie nicht sein, denn dann kann sich Schimmel bilden, weil sich an kalten Stellen der Wände viel Feuchtigkeit niederschlägt – dieser kann ebenfalls gesundheitsschädigend sein.

Die Raumtemperatur sollte in viel genutzten Räumen etwa 21 bis 22 Grad betragen. Im Schlafzimmer darf es ruhig etwas kühler sein. 18 Grad sind auch noch ideal. Vermeiden Sie zu hohe Temperaturen, um Heizkosten zu sparen und freier atmen zu können. Ein Thermostat ist eine ideale Lösung, um die Temperatur zu regeln.

Moderne Heizungsanlagen wie beispielsweise Wärmepumpen lassen sich besonders effizient regeln. Sie sind übrigens eine umweltreundliche Alternative! Wärmepumpen funktionieren im Prinzip wie ein Kühlschrank, nur umgekehrt! Sie entzeihen natürlichen Wärmequellen Wärme und nutzen sie für den Heizbetrieb!

Tipps und Tricks für ein gutes Raumklima

Sie wissen nun also, wie Ihr Raumklima idealerweise sein sollte, aber nicht, wie Sie dies erreichen.

Stosslueften
Stoßlüften reicht im Winter vollkommen aus. Durch das Kippen geht viel mehr Energie verloren!

Die folgenden Tipps helfen Ihnen dabei:

  • Das Fenster ständig gekippt zu lassen, ist im Winter nicht sonderlich klug, da so sehr viel Wärme verloren geht. Effektiver ist Stoßlüften, das für einen guten Luftaustausch im Raum sorgt. Reißen Sie die Fenster mehrmals täglich auf und lassen Sie auch die Türen offen – aber bitte nicht zu lange, ein paar Minuten reichen.
  • Pflanzen dünsten viel Wasser aus, wodurch die Luftfeuchtigkeit erhöht wird. Sie fungieren damit als natürliche Feuchtigkeitsregler. Doch übertreiben sollten Sie es auch hier nicht: Pflanzenerde ist ein guter Nährboden für Pilze, die dem Raumklima wiederum schaden können.
  • Natürlich können Sie auch einen Luftbefeuchter Es gibt sogar kleine Diffuser, in die Sie zusätzlich zum Wasser ein paar Tropfen ätherischer Öle tun können. Etwas Eukalyptusöl wirkt zum Beispiel super gegen Erkältungskrankheiten, ebenso wie das wohlriechende, schlaffördernde Lavendelöl. Auch hier bitte nicht übertreiben mit dem Duft, sonst gibt’s Kopfschmerzen.

Trockene Heizungsluft ist nicht gut für die Gesundheit, daher sollten Sie stets bemüht sein, ein ideales Raumklima aufrechtzuerhalten. Die oben genannten Tipps helfen Ihnen dabei. Kommen Sie wohlig warm durch den Winter, aber vergessen Sie dabei das Lüften nicht.

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