Home Staging: Funktioniert das wirklich?

Home Staging ist eine Methode, die in den USA am Immobilienmarkt bereits seit den 70er Jahren erfolgreich eingesetzt wird. In Deutschland hingegen hat sich der Trend unter Maklern und Hausverkäufern noch nicht gänzlich durchsetzen können. Eigentlich schade, da Homestaging beim Verkauf von Immobilien eine echte Hilfe sein kann.
Home Staging

Homestaging – Was ist das eigentlich?

Wer kennt das nicht: Sie besichtigen eine leerstehende Wohnung oder ein leerstehendes Haus und können sich dabei nur schwer vorstellen, wie das neue Zuhause mit Möbeln und attraktiver Einrichtung wirken könnte. Oft hält das potenzielle Käufer von einer positiven Entscheidung für das Objekt ab.

An dieser Stelle kommt nun das sogenannte Home Staging ins Spiel. Eine Methode im Immobiliensegment, die darauf abzielt, leere Häuser zumindest temporär einzurichten, um den interessierten Käufern einen besseren Überblick über die Räumlichkeiten und Möglichkeiten zu verschaffen, die ihnen das neue Zuhause bietet.

Der Begriff setzt sich übrigens aus der englischen Bezeichnung „Home“ also „Zuhause“ sowie dem Begriff „staging “ zusammen, was soviel heißt wie „in Szene setzen“. Home Staging dient also in erster Linie dazu, den Wohnraum noch attraktiver zu gestalten und ins rechte Licht zu rücken.

Ein professioneller Homestager stellt dabei natürlich nicht einfach wahllos Möbel in den Räumen auf. Der Experte weiß genau, wie er Einrichtungsgegenstände effektiv nutzen kann, um eine stilvolle und einladende Wohnatmosphäre zu kreieren, die das Domizil in Szene setzt.

Das Ziel von Homestaging ist also, Emotionen zu wecken und Begeisterung zu schüren, die bei einer leerstehenden Immobilie in diesem Maß kaum möglich wäre. Mitunter beeinflusst diese gezielte Inszenierung sogar den Kaufpreis, da temporär eingerichtete Wohnräume als hochwertiger empfunden werden als Immobilien mit kargen Räumen.

Erfolgreich auf dem Immobilienmarkt dank Home Staging

In Deutschland gilt Homestaging noch als eine absolute Seltenheit. Der amerikanische Immobilienmarkt hingegen hat diese Alternative schon lange für sich entdeckt. Bereits seit 1970 gehen Makler im Land der unbegrenzten Möglichkeiten nach genau diesem Prinzip vor und feiern damit enorme Erfolge.

Das beweisen repräsentative Umfragen unter Immobilienmaklern in den USA. Diese belegen, dass man durch Homestaging die Verkaufszeit einer Immobilie um rund die Hälfte reduzieren kann. Das Preisniveau hingegen steigt an. Makler bestätigen somit, dass sich der Verkaufspreis für die „in Szene gesetzten“ Häuser um immerhin 15 Prozent anheben lässt, als es bei vergleichbaren Immobilien ohne Einrichtung der Fall ist.

Fakten, die unterstreichen, dass Home Staging mit Recht bereits seit vielen Jahren in den USA erfolgreich eingesetzt wird.

Home Staging lohnt sich auf jeden Fall – zumindest in den USA. Ob sich auch deutsche Käufer, die auf der Suche nach einer geeigneten Immobilie sind, von dem Prinzip überzeugen lassen könnten, muss sich noch zeigen. Aber warum sollte ein solches Konzept nicht auch hierzulande aufgehen? Makler aus den USA beweisen, dass sich durch professionelles Homestaging nicht nur die Qualität der Immobilie, sondern auch der Preis anheben lässt. Von daher könnten auch Hausverkäufer in Deutschland durchaus von dieser Methode profitieren.

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